Projekte

Hier finden Sie eine Überischt über unsere Projekte und Maßnahmen.

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Mittelrheintal sucht eruopäischen Austausch im EU Projekt ViTour Landscape

Zehn europäische Weinbauregionen mit UNESCO-Welterbestatus, darunter auch das Welterbe Oberes Mittelrheintal, tauschen sich zukünftig zum Thema „Sicherung und Weiterentwicklung der Weinkulturlandschaften“ in interregionalen Treffen bis 2012 aus. Hierzu haben sich die Regionen in einem EU-INTERREG Projekt namens „ViTour Landscape“ zusammengeschlossen.

Die Partnerregionen sind

• Cinque Terre, Italien

• Neusiedler See, Österreich

• Val de Loire, Frankreich

• Alto Douro, Protugal

• Tokaj, Ungarn

• Oberes Mittelrheintal, Deutschland

• Wachau, Österreich

• Montalcino, Italien

• Pico Island, Portugal

• Lavaux, Schweiz.

 

Gemeinsames Ziel der Partner ist die Erstellung eines UNESCO-konformen Handlungsleitfadens zur Sicherung und Weiterentwicklung der Weinkulturlandschaften mit UNESCO-Welterbe-Status.

 

Zur Erreichung dieses Zieles sollen Erfahrungen und vorbildliche Praktiken jener Regionen, die sich als besonders leistungsfähig erwiesen haben, durch Transfer in jene Regionen, die sich verbessern möchten, genutzt werden. Das Welterbe Oberes Mittelrheintal, vertreten durch den Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal, übernimmt die Aufgabe der inhaltlichen und organisatorischen Abwicklung dieses „Erfahrungsaustausches zur Identifikation und Analyse von Beispielen aus guter Praxis“ und steuert somit die inhaltliche Ausrichtung des Projekts.

 

Um gegenseitig voneinander lernen zu können, ist ein direkter Wissens- und Erfahrungsaustausch unerlässlich. Daher sind elf interregionale Treffen in den Partnerregionen geplant, bei denen die verschiedenen Initiativen und Projekte sowie Probleme der jeweiligen Partnerregion vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden.

 

Jedes interregionale Treffen steht unter einem anderen Themenschwerpunkt. Diskutiert werden unter anderem:

• Nachhaltige Landnutzungskonzepte

• Tragfähige Mobilität und Transport

• Siedlungsentwicklung und Architektur

• Regionalmarken, Klimawandel und Erosion

• Erholungswirkung der Landschaft

• Stärkung des Weinbaus

• Nutzung von innovativen Kommunikationstechnologien

• Ufergestaltung und Hochwasserschutz.

 

Unter insgesamt 481 eingereichten EU INTERREG IV C-Anträgen ist das Projekt „ViTour Landscape“ eines von 67, das letztendlich von der EU genehmigt wurde, was für die hohe Qualität des Konzeptes spricht.

 

Ein erstes Treffen fand bereits Anfang Februar 2010 in Riomaggiore (Italien) statt. Ende April traf man sich zum ersten technischen Austauschseminar auf Pico Island (Azoren, Portugal), bei dem die Strukturen und Akteure, die sich mit der Sicherung und Weiterentwicklung der Weinkulturlandschaft auseinandersetzen, vorgestellt wurden und man gemeinsam die nächsten Schritte zum Erfahrungsaustausch festlegte. In der Wachau (Österreich) diskutierte man im Juni zu Biodiversität und nachhaltige Landnutzung. Transport und Mobilität waren die Themen in Lavaux in der Schweiz.

Im September werden sich die Partner zu einem Treffen in Boppard zusammenfinden und unsere Region in Augenschein nehmen.

 

Über die weiteren Entwicklungen des Projektes wird berichtet.

 

 

 

rheinpartie....auf zu neuen ufern vom 02. - 04. Oktober 2009

Am Wochenende rund um den Tag der deutschen Einheit zog es Tausende Schaulustiger in das Unesco Welterbe Tal der Loreley. ‘rheinpartie – auf zu neuen ufern’, das erste internationale Projektionskunst-Festival verwandelte Burgen, Monumente und Ruinen entlang des Rheines in eine nächtliche Traumlandschaft, die viel erzählte über das Auf und Ab in der deutschen Geschichte.

 

Bild- und Video-Projektionen ließen die Geschichte dieser traditionsreichen Kulturlandschaft lebendig werden. Die Ruine Burg Rheinfels verwandelte Skertzò (Paris) in ein Panorama bewegter Bilder, das die Besucher nicht nur über die faszinierende Technik sondern auch über die bewegte Geschichte von Rheinfels staunen ließ. Die Germania hoch über Rüdesheim verwandelte der Londoner Projektionskünstler Rosh Ashton zum Tag der deutschen Einheit in ein Monument des vereinigten Europa. Neben international bekannten Künstlern engagierten sich auch Vereine und Bürgerinitiativen, die ihre Bilder vom Leben am Rhein auf Giebel und Hauswände projizierten. Insgesamt rund 20 Projektionen waren wie an einer Perlenkette entlang des Rheines aufgereiht.

 

Begleitet wurde die Kunstaktion durch touristische Angebote wie “schwimmende Weinproben”, Bürgerfeste, Konzerte und Lange Nächte der Kirchen in den Städten und Gemeinden zwischen Koblenz und Rüdesheim.

 

“Es waren traumhaft romantische Vollmond-Nächte am Rhein, die diese Kulturlandschaft in ein neues Licht getaucht haben”, schwärmt der künstlerische Leiter Helmut M. Bien. “Als wir mit den Vorbereitungen zur Rheinpartie anfingen, konnte sich niemand so recht vorstellen, welche Faszinationskraft Projektionen entwickeln können.” Schon während der gelungenen Erstveranstaltung meldeten sich die ersten Künstlergruppen und Sponsoren, die am 3. Oktober 2010 dabei sein wollen.

 

Auch der Veranstalter der Kultur-Initiative rheinpartie, der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal ist hoch zufrieden. Im Zweckverband sind die Anliegergemeinden im UNESCO-Tal zusammengeschlossen, die das Welterbe nicht nur bewahren sondern auch mehren wollen. Landrat Bertram Fleck, Vorsteher des Verbandes: “Unsere Erwartungen sind bei weitem übertroffen worden. Die Begeisterung der Besucher bestätigt uns darin, originelle Wege zu gehen und neue Gäste für unsere Kulturlandschaft zu interessieren.”

Wettbewerb "R(h)ein-Blicke"

Im Jahr 2008 wurde im Auftrag des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal für das UNESCO Welterbegebiet ein Kulturlandschafts-Entwicklungskonzept erarbeitet. Dieses Konzept zielt insbesondere darauf ab, die Vielfalt der Landschaft und die Besonderheiten des Oberen Mittelrheintals zu stärken, weiterzuentwickeln und erlebbar zu präsentieren.

 

Eines der ersten Projekte, die der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal aus diesem Konzept umsetzen wird, ist das Leuchtturmprojekt „R(h)ein-Blicke“. Diese sollen entlang der Bundesstraßen B 9 und B 42 in den folgenden Jahren an mehreren Standorten im Oberen Mittelrheintal realisiert werden. Ein „R(h)ein-Blick“ soll dabei im Wesentlichen folgende Funktionen übernehmen, die zur Gestaltung von „straßennahen Verweiloasen“ beitragen sollen:

· Entschleunigungs- und Haltepunkt (inkl. Infrastruktur für Aufenthalt)

· Rhein-Erlebnis durch Nähe zum Wasser

· Aussichts- und Fotopunkt für Landschaftserlebnis der landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten, inkl. der Hervorhebung des Fokus

· Steigerung der Aufenthaltsqualität durch besonderen Umgang mit den Orten durch angepasste Gestaltungselemente, Möblierung und Informationsmöglichkeiten.

 

Der Realisierungswettbewerb soll dazu dienen, Lösungen für die Gestaltung von „R(h)ein-Blicken“, als rhein- und bundesstraßennahen Halte- und Aussichtspunkten im Oberen Mittelrheintal, anhand von 3 exemplarischen Standorten modellhaft aufzuzeigen. Die Gestaltungsentwürfe sollen nicht nur eine fachübergreifende Gesamtlösung umfassen, sondern auch (übertragbare) Lösungsvorschläge zur Gestaltung der Außenmöblierung und anderer Details enthalten.

 

Die Wettbewerbsaufgabe umfasst drei Standorte.

Abgabe der Beiträge ist der 18.11.2009, das Preisgericht tagt am 10.12.2009, sodass noch bis Ende des Jahres die Preisträger benannt werden können.

Der Loreley-LKW der Spedition Heuser aus Oberbachheim begeistert auch die amtierende Loreley

Ist Ihnen der Loreley-LKW unterwegs auch schon einmal begegnet? Dann senden Sie uns doch ein Foto davon!