31.07.2018

„Häusener Kran“ als Modellbausatz erhältlich

Mittelrhein. Der denkmalgeschützte Portaldrehkran am Rheinufer in St. Goarshausen, genannt „Häusener Kran“, kann jetzt als Modellbausatz in den Maßstäben 1:87 sowie 1:43,5 nachgebaut werden. Der Oberweseler Architekt Hubertus Jäckel steht hinter der Intitiative.

Der „Häusener Kran“ ist ein Wahrzeichen der Stadt St. Goarshausen und ein Symbol der vergangenen Industrieepoche des Mittelrheintals. Nach einer Entwicklungszeit von fünf Jahren kann der Kran, der im letzten Jahr einhundert Jahre alt geworden ist, nun als Modellbausatz in zwei Größen nachgebaut werden. Architekt Hubertus Jäckel hat die Entwicklung dazu auf eigene Rechnung vorangetrieben, um so für den Erhalt des Industriedenkmals zu werben und ein Bewusstsein für die Bedeutung des Krans zu schaffen.

 

Aktuell laufen die Vorbereitungen zur Sanierung des Industriedenkmals, die voraussichtlich im Laufe des kommenden Jahr abgeschlossen sein werden. Auch Entwürfe für eine Neugestaltung und Aufwertung des Geländes rund um den Kran liegen vor und wurden jüngst dem Stadtrat in St. Goarshausen vorgestellt. Seit Jahren engagiert sich der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal als Moderator und Initiator um Erhalt und Entwicklung des Krans. Vor Ort stellte Jäckel nun die beiden Kranmodelle Landrat Frank Puchtler, Vorsteher des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal, vor.

 

„Der ‚Häusener Kran‘ und das gesamte Gelände zwischen dem Fuß der Loreley und der Altstadt von St. Goarshausen haben enormes Potenzial für die Entwicklung im Mittelrheintal. Daher freut es mich sehr, dass durch das private Engagement von Herrn Jäckel der Modellbausatz für den Kran entwickelt worden ist. Ein toller Werbeträger für unser Mittelrheintal, auch mit Blick auf die Bundesgartenschau“, zeigt sich Puchtler von den beiden Miniaturbauten begeistert.

 

„Der Kran ist mit einer großen Detailtreue und Maßstäblichkeit aus hochwertigem Architekturkarton sowie MDF-Platten hergestellt. Etwa 40 Arbeitsstunden und etwas Fingerspitzengefühl sollte der Modellbauer für den Zusammenbau einplanen“, erläutert Jäckel die Hintergründe zum Bausatz. Wer ein Kranmodell käuflich erwerben möchte, erhält entweder über die Firma Lasersachen in Hürth (hans.hopp@t-online.de) oder bei Schreib- und Spielwaren Hermann in Oberwesel (https://hermann-oberwesel.de/) die Bausätze.

 

Daneben hat Jäckel bereits ein weiteres Industriedenkmal ins Auge gefasst: das denkmalgeschützte Reiterstellwerk in Bingen-Bingerbrück am Eingang zum Mittelrheintal könnte als nächster Bausatz folgen und vielleicht auch dort für Erhaltung und zukünfitge Nutzung des ehemaligen Stellwerks werben.