28.06.2018

Welterbe-Gastgeber laden zum Kirschgenuss ein

Kirschwochen bei den Welterbe-Gastgebern zeigen das kulinarische Potenzial der roten Perlen vom Mittelrhein

Mittelrhein. Die Natur des Welterbes Oberes Mittelrheintal ist voller Kostbarkeiten –  die dazu noch köstlich schmecken! Das Juwel unter diesen Köstlichkeiten ist die Mittelrheinkirsche. Die Mittelrheinkirschen schmecken paradiesisch, denn in den Sorten steckt eine Aromenvielfalt, die die Geschmacksknospen tanzen lässt. Liebevoll zubereitet, findet man die Mittelrheinkirsche während den Kirschwochen bei den Welterbe-Gastgebern sowohl in Vorspeise, Hauptgang, Dessert als auch flüssig im Glas: Kirschen in Kombination mit Pfifferlingen, Kirschsenf, Wild und Kirsche, gebackene Kirschen, Kirschbalsam, Kirschkonfitüre, Essigkirschen, Holunderblüten-Kirsch-Sorbet, Sauerkirsche mit Schokolade, Kirschsecco, Kirschwein und Sekt mit Kirschlikör – der kulinarischen Kirschenvielfalt haben die Welterbe-Gastgeber kaum Grenzen gesetzt. Mit von der Partie sind Stübers Restaurant (Bacharach), das Romantik Hotel Schloss Rheinfels (St. Goar), das Weinhotel Landsknecht (St. Goar), der Nassauer Hof (St. Goarshausen), das Landgasthaus Blücher (Dörscheid), Landhotel Restaurant Becker (Kamp-Bornhofen) und der Landgasthof Zum Weissen Schwanen (Braubach).

 

Hintergrund Weltererbe-Gastgeber

Mittlerweile sind 22 Betriebe auf beiden Rheinseiten zum „Welterbe-Gastgeber“ ernannt worden. Alle ziehen an einem Strang, sind miteinander vernetzt und setzen alles daran, ihren Gästen Tür und Tor für einen Aufenthalt mit echter Erlebnisqualität zu öffnen. Hotels und Pensionen, Anbieter von Ferienwohnungen und Gasthäuser sind mit dabei. Erklärtes Ziel der „Welterbe-Gastgeber“ ist es, ihren Gästen das Mittelrheintal in allen seinen Facetten auf sehr persönliche Art nahe zu bringen. Die Qualitäts-Offensive der „Welterbe-Gastgeber“ ist ein Projekt des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal.

 

Hintergrund Mittelrheinkirschen

Seit Jahrhunderten wird am Mittelrhein Obstbau betrieben. Die frühen Kirschsorten, die hier dank des milden Klimas schnell heran reiften, waren besonders begehrt. Ihre Blütezeit erlebte die Mittelrheinkirsche Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Als Nachfolgekultur des durch Krisen geschüttelten Weinbaus sorgten sie für Ruhm und Ehre. An die 100 Sorten sind dokumentiert, die Palette reicht vom „Bopparder Krächer“ über die “Kesterter Schwarze“, von der „Lahnsteiner“ bis hin zur „Perle von Filsen“. Die Kirschen wurden per Schiff und Bahn in die Ballungszentren und ins Ausland gebracht. Noch bis in die sechziger Jahre blühte der Obstanbau am Mittelrhein – jetzt parallel zum Weinbau. Doch dann setzte der Rückgang ein. Zu beschwerlich war es vielen Obstbauern geworden, die alten Bäume zu pflegen und die roten Perlen von den Bäumen zu pflücken. Zu dem kam, dass auf Grund der preiswerten Konkurrenz aus dem Ausland auch die Nachfrage und das Interesse an den alten Sorten nachließen. Der Handel verlangt auch heute noch zunehmend nach großen Mengen einheitlicher Qualität. Uniformität vor Vielfalt. Einheitsgeschmack statt Geschmacksexplosion. Sorten geraten in Vergessenheit und sterben aus. Damit genau das nicht passiert, haben sich passionierte Kirschfreunde und Erzeuger aus der Region mit dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal zusammengetan. Gemeinsam setzen sie sich für den Fortbestand der Kirschvielfalt in der Region ein.