17.05.2018

Zweckverbandsvorsteher Frank Puchtler fordert von Bundesverkehrsminister: Alternativtrasse muss in den vordringlichen Bedarf

Mitglieder des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal haben bei ihrer jüngsten Versammlung einstimmig beschlossen, das Bundesverkehrsministerium dazu aufzufordern, die Alternativstrecke in ihrer Dringlichkeit höher zu bewerten und in den vordringlichen Bedarf aufzunehmen. Auch für die Beseitigung der Rüdesheimer Bahnschranke setzt sich Zweckverband ein.

Mittelrhein. Bereits Ende des letzten Jahres wurde gemeldet, dass das Bundesverkehrsministerium einen 123 km langen Eisenbahntunnel zur Entlastung des Elbtals in den „vordringlichen Bedarf“ im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans 2030 hochgestuft hat, während die Entlastungsstrecke für das Mittelrheintal lediglich in den „potentiellen Bedarf“ eingeordnet wurde. Diese Einstufungen sind für den zeitlichen Ablauf und den Beginn konkreter Planungen einer Alternativtrasse von großer Bedeutung. Nachdem die Verbandsmitglieder des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal in ihrer letzten Versammlung ihr Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht haben, hat Verbandsvorsteher Frank Puchtler, Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, nun direkt schriftlich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer aufgefordert die Alternativstrecke für den Güterverkehr im Mittelrheintal mit sofortiger Wirkung in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 analog der Strecke im Elbtal hochzustufen.

 

Weiterhin fordert der Zweckverbandsvorstand von der Deutschen Bahn AG die kurzfristige Beseitigung des Bahnübergangs in Rüdesheim, nachdem bekannt geworden war, dass der Beginn der Planungen dazu erst im kommenden Jahrzehnt liegen soll.

 

„Die Lösung der Bahnthemen sind zentral für die weitere Entwicklung des Oberen Mittelrheintals. Der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal bleibt daher an diesem Thema dran“, bekräftigt Puchtler das Engagement des Zweckverbandes.