28.11.2017

Welterbe-Akademie geht weiter: Seminar zum Bau von Trockenmauern im Mittelrheintal fand in Braubach statt

Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal führte ein weiteres Seminar zum Trockenmauerbau durch. Unter dem Stichwort „Welterbe-Akademie“ kamen zwanzig interessierte Bürger, Winzer und Landwirte in einer eintägigen Veranstaltung am vergangenen Samstag ins Dinkholder Tal zwischen Braubach und Osterspai, um sich die uralte Technik des Baus von Trockenmauern zeigen zu lassen.

Burgen und steile Weinberge prägen die Kulturlandschaft des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal. Um Hangrutschen zu verhindern werden seit jeher die Steillagen mit Trockenmauern aus Natursteinen gesichert. Als einzigartige Biotope bieten sie auch Rückzugsorte für seltene Tier- und Pflanzenarten. Nur was tun, um diese zu erhalten?

Bereits im Frühjahr führte der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal ein Seminar zum Trockenmauerbau durch, um die Bedeutung dieser uralten Handwerkstradition für die Welterbestätte hervorzuheben und das Wissen rund um diese Technik im Mittelrheintal weiterzugeben. Aufgrund der großen Nachfrage konnten damals nicht alle Interessierte berücksichtigt werden und kurzerhand wurde ein zweites Seminar organisiert, das nun im Dinkholder Tal zwischen Braubach und Osterspai stattfand.

Trotz regnerischen Wetters kamen zwanzig Teilnehmer ins Dinkholder Tal, um sich vom Obernhofer Winzer Helge Ehmann die alte Technik des Trockenmauerbaus zeigen zu lassen und selbst mit Hand anzulegen. Unterstützung bekam das Seminar durch die Stadt Braubach sowie den Bauhof der Verbandsgemeinde Loreley, die einige Vorbereitungen übernommen hatten und Steine zur Verfügung stellten. Auf dem Weg zum Dinkholder Brunnen, der auch Teil des RheinSteigs ist, konnten damit etliche Meter Bruchsteinmauer wieder hergestellt werden.