03.07.2017

Ergebnisse der BUGA-Workshops präsentiert

Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal tagte in Spay

 

Mittelrhein. Am 29. Juni 2017 trafen sich die Mitglieder des Zweckverbands Welterbe Oberes Mittelrheintal in der Alten Kirche in Spay, die von der Franz Krautkremer Stiftung zur Verfügung gestellt wurde. Die Verbandsversammlung befasste sich mit der Machbarkeitsstudie zur BUGA 2031 sowie mit der Alternativtrasse für den Schienengüterverkehr im Mittelrheintal sowie einem geplanten Kompetenz-Zentrum Oberes Mittelrheintal.

 

Zum Stand der BUGA 2031-Machbarkeitsstudie berichteten Clas Scheele vom Büro RMP Lenzen und Andreas Runze von der Werbeagentur Runze und Casper. Runze gab einen Einblick in die „Marke BUGA“ und die damit verbundenen Erwartungen der Besucher. Im Fall einer regionalen BUGA, wie sie für das Welterbe Oberes Mittelrheintal geplant ist, lassen sich erste Erfahrungen aus der BUGA 2015 in der Havelregion mitnehmen. Im Anschluss fasste Scheele die Ergebnisse der in den letzten Monaten durchgeführten Workshops und Expertengespräche zusammen. Zum Abschluss der Vorträge wurde es konkret: Die Städte und Gemeinden im Welterbe wurden aufgefordert, potentielle Flächen für die BUGA zu benennen.

 

Zum Thema Schienengüterverkehr hatte der Vorstand des Zweckverbands zuletzt erneut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt angeschrieben und sich dafür eingesetzt, dass die Alternativtrasse zur Mittelrheinstrecke im Bundesverkehrswegeplan 2030 in den „vordringlichen Bedarf“ aufrückt. Anlass war der Unfallbericht zur Zugentgleisung zwischen Lorch und Rüdesheim vor vier Jahren, der aufzeigte, dass der Schienengüterverkehr durch das Mittelrheintal nicht nur Lärm und Erschütterungen mit sich bringt sondern außerdem hohe Sicherheitsmängel aufweist. Verbandsvorsteher Frank Puchtler appellierte an alle Beteiligten und Gremien im Welterbegebiet, mit Engagement am Ball zu bleiben und für die alternative Streckenführung zu kämpfen.

 

Schließlich stand das „Kompetenz-Zentrum Oberes Mittelrheintal“ auf der Tagesordnung, das die Kräfte der verschiedenen Akteure im Welterbe unter einem gemeinsamen Dach bündeln soll. Die Versammlung beauftragte den Vorstand und die Geschäftsführung des Zweckverbandes, ein Konzept für ein solches Kompetenz-Zentrum zu erstellen und konkrete Gespräche mit den potentiellen Partnern zu führen.

 

Zum Abschluss der Verbandsversammlung wurde das neue Buch des ehemaligen Burgenbloggers Moritz Meyer über das Obere Mittelrheintal vorgestellt. Darin erzählt er interessante Geschichten und porträtiert Menschen, die im Welterbe aktiv sind. Das Buch „Stromaufwärts – Eine persönliche Reise durch das Obere Mittelrheintal zwischen Koblenz und Bingen“ gibt es ab sofort im RZ-Shop und bei Amazon, im regionalen Buchhandel und an vielen Stationen im Mittelrheintal.

 

Die nächste Verbandsversammlung des Zweckverbands Welterbe Oberes Mittelrheintal findet am 6. September 2017 statt.