12.05.2017

Route der Welterbe-Gärten startet in die neue Saison

Mittelrhein. Insgesamt 34 Garten- und Parkanlagen laden als Orte ganz besonderer Schönheit dazu ein, die Gartenkultur im Welterbe Oberes Mittelrheintal kennenzulernen und machen schon jetzt Lust auf die Bundesgartenschau 2031 in der Region. Einige neue Gärten sind ab 2017 in Weisel, Bingen, Kaub, Bacharach-Medenscheid sowie Koblenz in der Garten-Route dabei. Alle Informationen findet man im neuaufgelegten Flyer, der über die örtlichen Tourist-Informationen erhältlich ist.

Ernst Knecht, Naturgarten in Weisel

Die „Route der Welterbe-Gärten“ besteht nun bereits im siebten Jahr und hat sich als feste touristische Größe im Mittelrheintal für Garten- und Naturliebhaber etabliert. Ob wilde Naturschönheit oder einer strengen Symmetrie unterworfen, ob Nutz- oder Ziergarten, Park oder Promenade – eines verbindet die Gartenanlagen der Route der Welterbe-Gärten: von Menschenhand geformt, sind dies Gärten Spiegelbilder des gesellschaftlichen Wandels und machen das Verhältnis von Mensch und Natur sichtbar.

Erfreulich ist nicht nur das große Besucherinteresse an den Gärten, sondern auch die Erweiterung der Route um neue Gartenanlagen: So steht ab diesem Jahr wieder der Naturgarten der Familie Knecht nach einer umbaubedingten Pause den Besuchern offen, Deutschlands erster zertifizierter Naturgarten – empfohlen von Bioland. Viele landschaftstypische Elemente vom Rhein samt seiner Weinberge mit ihren charakteristischen Trockenmauern finden sich in dem lebendigen Naturgarten in Weisel, der nach Absprache zu besichtigen ist. Nur wenige Kilometer von Weisel entfernt wurde in Kaub einer kleiner Kräutergarten mit in die Garten-Route aufgenommen. Der Kräutergarten nimmt den historischen Bezug zu Johann von Cube (Kaub) auf, der das erste mittelalterliche illustrierte Kräuterbuch namens „Garten der Gesundheit“ verfasste. Im Rosendorf Bacharach-Medenscheid widmet man sich dagegen, wie der Name unschwer erkennen lässt, ganz und gar dem Hauptdarsteller der Rosen. Mitten im Dorf liegen, verbunden durch ein Gartentörchen, die beiden Rosengärten Langer und Lieber, die nach Anfrage besichtigt werden können. Der Park der Villa Katharina in Bingen gehört dagegen zur Kategorie der historischen Garten- und Parkanlagen der Route der Welterbe-Gärten, stammen die denkmalgeschützt Industriellen-Villa sowie auch große Teil der Gartenanlage aus dem Jahr 1903. Ganz anders sieht es hingegen im Garten Herlet am anderen Ende des Welterebs aus. Der relativ junge Garten unter Trägerschaft des Vereins „GenerationenSchulGärten e.V.“ wurde in den letzten Jahren zu einem Erlebnis- und Begenungsort ausgebaut, an dem eine Grundschule, ein Alten- und Pflegeheim sowie ein Verein zur Unterstützung behinderter Menschen gemeinsam und mit Unterstützung der Stadt Koblenz zusammenarbeiten.

Weitere Informationen zu den weiteren Garten- und Parkanlagen, deren Öffnungszeiten sowie weiteren Informationen finden Sie im neu aufgelegten Garten-Routen Flyer, der in allen Tourist-Informationen zwischen Bingen, Rüdesheim und Koblenz erhältlich ist sowie auf der Internetseite: www.gartenkultur-mittelrhein.de